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Stoßchlorung im Pool

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Wie läuft die Stoßchlorung im Pool ab?

Für eine Stoßchlorung (Schockchlorung) im Pool rechnest du mit Dichlor-Granulat (56 % Aktivchlor) rund 180 g je 10.000 Liter; das hebt das freie Chlor um etwa 10 mg/l. Der Rechner oben liefert die Grammzahl für dein Becken und dein Granulat.

Fällig ist der Stoß nach dem Befüllen und der Überwinterung, nach starker Nutzung oder kräftigem Regen, bei Algen, bei kippendem oder trübem Wasser und bei stechendem Chlorgeruch. Stell vorher den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4 ein, denn in diesem Bereich wirkt die Chlorbehandlung richtig. Dosiert wird abends bei laufender Pumpe; danach bleibt die Umwälzung mindestens 12 Stunden an, für die Stoßchlorung nennt BAYROL sogar mindestens 24. Gebadet wird erst wieder, wenn das freie Chlor unter 3 mg/l liegt. Lös das Granulat vorher in einem Behälter mit Wasser auf und misch nie verschiedene Mittel.

Was willst du tun?

Steht auf deinem Granulat-Etikett, meist unter „verfügbares Chlor“ oder „Aktivchlor“.

Wie viel Chlor zum Schocken? Gramm je Beckengröße

Die Tabelle rechnet mit Dichlor-Granulat (56 % Aktivchlor) und dem Ziel, das freie Chlor um 10 mg/l anzuheben, mit denselben Formeln wie der Rechner oben. Trag dort dein genaues Volumen und den Aktivchlor-Gehalt von deinem Etikett ein, dann stimmt die Zahl auch für jedes ungelistete Becken.

PoolDichlor-Granulat (56 % Aktivchlor) für +10 mg/l
305 x 76 aufblasbar (~3.853 l)69 g
366 x 91 aufblasbar (~6.734 l)120 g
366 x 76 Frame (~6.503 l)115 g
366 x 100 Frame (~9.150 l)165 g
Beispiel 10.000 l180 g
366 x 122 Frame (~10.685 l)190 g
457 x 107 Frame (~14.614 l)260 g
457 x 122 Frame (~16.805 l)300 g

Zur Einordnung die Herstelleretiketten, jeweils bezogen auf 10 m³: CHLORIFIX (Dichlor) nennt 200 g, CHLORYTE (Calciumhypochlorit, ohne Stabilisator) 150 g, CHLORIKLAR 10 Schnelltabs à 20 g. Das liegt in derselben Größenordnung wie die Tabelle; wer nach Etikett dosiert, hebt den Wert um gut 10 mg/l an.

Wann ist eine Stoßchlorung fällig?

  • Zum Start in die Saison: frisch befüllt oder aus der Überwinterung zurück.
  • Wenn viel los war: nach starker Nutzung und nach kräftigem Regen.
  • Wenn das Wasser arbeitet: Algen, kippendes oder trübes Wasser.
  • Wenn es stechend riecht: Chloramine.

Beim Geruch lohnt der zweite Blick, denn er wird oft falsch gelesen: Stechender Chlorgeruch kommt von Chloraminen, also von zu wenig freiem Chlor, nicht von zu viel. Die Stoßchlorung spaltet die Chloramine auf, weniger dosieren würde das Problem verlängern.

Nach dem Befüllen ist die Stoßchlorung kein Extra, sondern der belegte Startweg: erst Alkalinität und pH einstellen, dann stoßen. Sie beseitigt Keime und Trübstoffe, bevor der Normalbetrieb beginnt.

Der Ablauf: abends dosieren, Pumpe laufen lassen

Gib die Dosis abends ins Wasser, bei laufender Pumpe. Die Umwälzung bleibt danach an: mindestens 12 Stunden, für die Stoßchlorung nennt BAYROL mindestens 24. So verteilt sich das Chlor im ganzen Becken und der Filter holt die Trübstoffe heraus.

Auflösen, nie mischen, nicht baden

Lös Granulat immer erst in einem Behälter mit Wasser auf; unaufgelöst bleicht es die Poolfolie. Misch nie verschiedene Chlorprodukte oder Chlor mit pH-Mitteln, dabei können gefährliche Gase entstehen. Und während dosiert wird, badet niemand.

Wann darf ich wieder in den Pool?

Direkt nach dem Stoß liegt das freie Chlor weit über dem Badebereich; genau das ist sein Zweck. Gebadet wird erst, wenn es unter 3 mg/l gesunken ist. Warten und messen reicht: Nutzung und Sonne bauen den Wert ab, unstabilisiertes Chlor verschwindet unter UV-Licht sogar besonders schnell.

Ein zweiter Messwert lohnt sich nach dem Schocken: das gebundene Chlor, also die Differenz aus Gesamtchlor und freiem Chlor. Es sollte höchstens 0,2 mg/l betragen. Bleibt es darüber und riecht das Wasser weiter, war die Anhebung zu klein oder das Wasser ist schlicht verbraucht.

Nach dem Stoß: zurück in den Normalbetrieb

Ist der Wert unter 3 mg/l, übernimmt wieder die laufende Pflege: 0,5 bis 1,0 mg/l freies Chlor bei Handdosierung, gemessen ein- bis zweimal pro Woche. Wie viel Granulat dich zurück in den Zielbereich bringt, steht auf der Seite zur Chlor-Dosierung im Pool.

Stabilisator-Falle bei Chlorgranulat im Pool

Der Zielbereich 0,5 bis 1,0 mg/l gilt für unstabilisiertes Chlor. Stabilisierte Granulate (Dichlor) bringen mit jedem Gramm auch Cyanursäure ins Wasser, rund 0,9 mg je mg Chlor. Ein Pool wird anders als ein Whirlpool nicht regelmäßig geleert: die Cyanursäure reichert sich Saison für Saison an.

Steigt sie über etwa 100 mg/l, bindet sie das Chlor so stark, dass die Desinfektion einbricht. Das Wasser kippt, obwohl der Tester Chlor anzeigt: „Chlor wirkt nicht.“ Dann hilft nur Frischwasser (Teilwasserwechsel).

Wer bewusst mit Stabilisator arbeitet (ideal 30 bis 50 mg/l Cyanursäure), fährt mit höheren Chlor-Zielwerten: BAYROL nennt für stabilisierte Außenbecken 1,5 bis 3 mg/l. Miss dann auch die Cyanursäure, nicht nur das Chlor.

Häufige Fragen

Wie viel Granulat für die Schockchlorung in einem 366 x 76 Frame-Pool?
Ein 366 x 76 Frame-Pool fasst laut Intex rund 6.503 Liter. Für eine Anhebung um 10 mg/l brauchst du damit etwa 115 g Dichlor-Granulat (56 % Aktivchlor); der Rechner oben passt die Zahl an dein Etikett an.
Wie lange nach der Schockchlorung nicht baden?
Es gibt keine feste Stundenzahl, der Messwert entscheidet: erst wieder baden, wenn das freie Chlor unter 3 mg/l liegt. Lass die Umwälzung mindestens 12, besser 24 Stunden laufen und miss täglich.
Was tun, wenn der Chlorwert nach der Schockchlorung viel zu hoch bleibt?
Nichts zugeben, nur warten und messen. Nutzung und Sonne bauen das Chlor ab; ohne Stabilisator geht das zügig. Hält sich der Wert ungewöhnlich lange, prüf, ob dein Granulat stabilisiert ist (Cyanursäure auf dem Etikett), denn der Stabilisator bremst genau diesen Abbau.
Hilft eine Stoßchlorung gegen Algen im Pool?
Algen sind ein von BAYROL genannter Anlass für die Stoßchlorung, bei grünem oder kippendem Wasser gehört sie also zur Behandlung, zusammen mit langer Filterlaufzeit. Wird das Wasser danach nicht klar, ist ein Teilwasserwechsel der zuverlässige Ausweg.
Ist Stoßchlorung dasselbe wie Schockchlorung?
Ja, beide Wörter meinen dieselbe Maßnahme: das freie Chlor einmalig stark anheben, um Chloramine, Keime und Trübstoffe zu beseitigen. Auf Etiketten und in Ratgebern tauchen beide Begriffe auf.

Damit dein Wasser klar bleibt

Wir erinnern dich rechtzeitig an den nächsten Wasser-Check, damit du Frischwasser und Werte im Blick behältst und nicht nachrechnen musst.

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